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| Umweltbedingte Krankheiten einige Infos |
Umweltbedingte Krankheiten
Bei Aquariumfischen kann eine Reihe von Krankheiten auftreten, die nicht auf Befall mit Parasiten oder Krankheitskeimen zurückzuführen sind. Sie haben ihre Ursache in den besonderen Bedingungen, die die Haltung im Aquarium mit sich bringt, in fehlerhafter Pflege oder in von außen eindringenden Giftstoffen.
1. Echter oder scheinbarer Sauerstoffmangel:
Sauerstoffmangel kann eintreten, wenn bei Fäulnisprozess (Futterreste, vergammelnde tote Tiere oder Pflanzen) übermäßig viel Sauerstoff durch Bakterientätigkeit verbraucht wird, wenn ein Aquarium zu reich bepflanz ist und die Pflanzen des Nachts Sauerstoff verbrauchen, wenn das Aquarium zu reich mit Fischen besetzt ist und der im Wasser gelöste Sauerstoff für die Atmung der Tiere nicht ausreicht, oder wenn das Wasser überheizt wird. Natürlich können Erscheinungen von Atemnot auch eintreten, wenn die Kiemen durch Parasiten oder durch ätzende Stoffe zerstört werden. In all diesen Fällen hängen die Fische an der Oberfläche und schnappen nach Luft. Sie sind ängstlich und versuchen nicht selten, aus dem Wasser herauszuspringen. Die Kiemendeckelbewegungen sind unnormal rasch. Im Tode sind die Kiemendeckeln weit abgespreizt und der Mund ist geöffnet.
Ganz ähnlich sind aber auch die Erscheinungen bei Kohlensäureüberschuß im Wasser und bei Ammoniakvergiftung. Bei Kohlensäureüberschuß kann der Fisch die aus der Atmung stammende Kohlensäure nicht abstoßen und vermag infolgedessen auch keinen Sauerstoff aufnehmen. Das Luftschnappen muß also nicht unbedingt ein Zeichen von unmittelbarer Sauerstoffmangel sein, womit zugleich gesagt sei, dass das Aufdrehen der Durchlüftung nur in einem Teil der Fälle Abhilfe schafft. In jedem Fall liegen aber Pflegefehler vor, die schleunigst beseitigt werden müssen.
2. Säure- und Lungenkrankheit:
Zu saures Wasser kann die sogenannte Säurekrankheit hervorrufen, die schwere Schäden zur Folge hat. Die Gefahr des Absinken des pH-Wertes unter den kritischen Punkt (bei den meisten Fischen um pH 6,5 in Ausnahmefällen bei 6,0 - 5,5) liegt vor allem bei Wässern mit sehr geringen Härtegraden nahe. Die Haut kann trübe werden und sich entzündlich röten, die Schleimhaut sich in Fetzen ablösen. Schädigung der Kiemen führt zu Atemnot.
Ähnlich können die Erscheinungen der Laugenkrankheit sein. Auch hierbei kann es zu Verätzungen der Kiemen und der Haut kommen. Die Gefahr eines pH-Anstiegs in gefährliche Bereiche besteht wiederum in erster Linie bei zu weichen, wenig gepufferten Wasser , wenn die Bepflanzung zu reichlich ist und die Pflanzen bei zu hellem Licht dem Wasser die gesamte Kohlensäure entziehen.
Abhilfe durch Herstellen normaler Verhältnisse, also schrittweise, aber doch beschleunigter Wasserwechsel, Lichtabdämpfung, Auslichten zu stark wuchernder Pflanzenbestände.
3. Vergiftungen:
Ursachen:
Mangelhaft isolierte Gestellaquarien, giftige Farben und Kitte, Einleitung von Giftstoffen von außen (Insektenvertilgungsmittel, übermäßiger Tabakrauch u. ä.), Giftstoffe abscheidender Gummischlauch (besonders hellrote Qualität), nicht genügend ausgewässerter Zement, Steine mit Metalleinschlüssen und andere Ursachen mehr.
Befund:
Taumelnde Bewegungen, Schreckhaftigkeit, zuckende und windende Bewegungen, Sprunghaftes Schwimmen, abstehende Schuppen und Kiemendeckel, Anzeichen von Atemnot, Zersetzung der Flossen, insbesondere der Schwanzflosse.
Behandlung:
Vergiftungen, die auf langanhaltender Einwirkung der Giftstoffe beruhen, sind oft nicht mehr heilbar. Sonst verschwinden die Symptome mit der Abstellung der Vergiftungsursachen.
Viele Grüße Thomas
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Posted by bobelbob on 25.4.2009, 19:46 [ 0 Replies, 460 Views | Comment | Archives ] |
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